Enkopresis bei Grundschulkindern

  • Hallo Mädels! *winkewinke*


    Ich weiß nicht genau, ob das Thema wirklich hier rein passt aber ich versuche es mal.


    Aaron war mir drei Jahren Tags und Nachts trocken, fing jedoch mit fünf Jahren wieder an, einzupullern und auch sein großes Geschäft wieder ab und an in die Hose zu machen.


    Die Kinderärztin meine damals, dass dies bei Jungen in dem Alter gelegentlich vorkommt aber wieder vergeht. Nun - es verging nicht und zieht sich mit periodischem mal mehr mal weniger bis heute hin. Da mir die KÄ nicht sehr hilfreich war, habe ich im Laufe der Zeit durch Selbststudium und Eigeninitiative heraus gefunden, das dies ein " Krankheitsbild" ist und Enkropesis heißt.


    Aaron ist mitlerweile in Behandlung - körperlich an der Uni und auch bei einer Therapeutin, zur ihm helfen soll, damit umzugehen und und es natürlich los zu werden.


    Das liest sich hier vielleicht einfach und gradlinig aber es war ein langer Weg der Erkenntnis und auch ein anstrengender Weg, weil dieses Thema daheim und auch im Umfeld sehr schwierig ist.


    Zu unserem großen Glück sind Schule und Hort sehr kooperativ und unterstützen uns und seine Mitschüler grenzen ihn nicht aus, obwohl es bestimmt nicht immer schön ist, da er immer etwas streng riecht, obwohl er sich täglich wäscht und frische Sachen anzieht. Auch Wechselsachen hat er immer mit, um schnell reagieren zu können.


    Ich habe mich auf einem Elternabend auch den Eltern gegenüber geöffnet, was nicht einfach war aber ich wollte dummes Gerede vermeiden, da es nichts ist, was der Lütte beeinflussen kann und wenn er einen Wunsch frei hätte, dann den, dass es endlich aufhört.


    Leider liegt das bei uns ein bisschen in der Familie und kann dauern, bis es erfolgreich geschafft ist, ich hoffe jedoch noch, bevor er in die fünfte Klasse kommt, da ich nicht weiß, ob die Kinder und Erwachsenen in einer anderen Schule so verständnisvoll sind.


    Sooo - nun habei ich hier eine ganze Menge geschrieben. ..ihr könnt gern Fragen stellen. Mein Ziel hier ist auch, Eltern Mut zu machen, sich zu öffnen, falls ihr Kind solch ein Problem hat. Es ist nicht so häufig, nur bei ca. 2,5 Prozent aller Kinder und meist Jungen. Aber wer weiß, vielleicht konnte ich hier jemandem helfen. ..

  • Ich finde es interessant, dass du es ansprichst.

    Bei Nicklas ist es ganz ähnlich, nur das er, noch nie über Jahre "trocken" war, sondern immer so ca. ein halbes Jahr und es dann wieder los ging und dann wieder vorbei war. Deswegen habe ich mir jetzt keine großen Gedanken gemacht. Ich will ihn mal gern diesbezüglich beim Osteopathen vorstellen. Dieser hat uns schon in vielen Dingen geholfen, wo die Schulmediziner uns nur gesagt haben, dass es in dem Alter und der Häufigkeit noch normal ist und wir es aussitzen sollen.