Beiträge von ede

    Vielen lieben Dank euch allen. :)


    Mir geht es soweit gut. Man(n) wird älter und die kleine Wehwechen nehmen zu :D. Bei der Familie ist momentan auch alles im Lot.


    Euch allen ein frohes neues Jahr. Mögen sich eure Wünsche erfüllen :)

    schaun wir mal. in nächster zeit habe ich jedenfalls nicht mehr den beruflichen stress der letzten wochen und monate. also wieder mehr zeit zum zoffen *daumen* *daumen* *daumen*

    nu, es ist gar nicht einfach irgendwas "passendes" zu schreiben, weswegen ich bisher auch gezögert habe. und das was ich schreibe ist wahrscheinlich auch nicht "passend", denn etwas "passendes" gibt es nicht. ich möchte dir nur zeigen, dass du nicht alleine bist und evtl. helfen dir dabei meine erfahrungen.


    es ist der 11.12.06 gegen 21.30 uhr. ich bin vom arbeiten auf dem weg nach hause. ich bin in 1km zu hause, ich fahre viel zu schnell und in einer lang gezogenen kurve ist plötzlich eine absperrung der feuerwehr, in die ich fast rein rase. vor mir steht an der absperrung ein leichenwagen. am nächsten morgen lese ich die zeitung... golf fahrer, 24 jahre, baum, tot... und ich denke mir noch "oh nein"... ein telefonat brachte dann die gewissheit... er ist es... er war es. danach kam die leere, das unverständnis auch wut... wieso er, wieso? warum knallte er genau gegen den baum? wenige meter weiter links oder rechts und es wäre wohl nichts passiert. wieso diese unglückliche verletzung? durch den aufprall des brustkorbs auf das lenkrad gab es einen kleinen riss an einer hauptschlagader. von außen hat man nur wenig gesehen, es sah gar nicht mal nach einer tödlichen verletzung aus, aber es war eine... unfassbar. und auch wenn ich den eigentlichen unfallhergang nicht gesehen habe - ich habe die unfallstelle gesehen und das ergebnis des unfalls (wie sein auto in 2-3 meter höhe im baum festhängt)... ich habe "miterlebt" wir er gestorben ist. davon träume ich heute noch ab und an.


    es gibt wohl leider absolut nichts was dir aktuell den schmerz und die trauer nehmen kann. aber das ist legitim. um sachen zu verarbeiten, müssen wir trauern dürfen, wir müssen schmerz empfinden dürfen. dabei müssen wir uns auch fragen stellen dürfen, die wir nicht (und sonst auch niemand) beantworten kann.


    aus meiner ganz persönlichen(!) sicht hilft es mit anderen darüber zu reden. so wie du es mit dem thread auch tust. rede auch mit deinen freunden, die ihn ebenfalls kannten. redet über die alten gemeinsamen zeiten, behaltet ihn gut in erinnerung. gehe auf seine beerdigung, um ihn zu verabschieden. stehe zu deiner trauer und verschließe dich nicht. rede auch in der zukunft über ihn (so wie ich es jetzt knapp 5 jahre später auch mache).


    und auch in meinem leben ist der tod allgegenwärtig. seit ich 3 jahre alt bin, muss ich auf grund der krankheit meiner mutter damit rechnen sie zu verlieren - die ärzte hatten sie schon mehrfach aufgegeben. nachdem die eigentliche krankheit nun seit einer gewissen zeit ruhe gibt, kam der krebs und der ganze mist geht wieder von vorne los. mit 14 verlor ich einen klassenkameraden. als ich 18 war, meinte irgendein vollidiot sein leben beenden zu müssen und raste in den gegenverkehr. der gegenverkehr war eine bekannte. sie überlebte schwerstverletzt mit einem loch im kopf. an ein leben ohne medikamente ist nie wieder zu denken... und ihr partner ist bis heute ein pflegefall. 2008 hatte ein freund einen schlaganfall mit gerade einmal 23 jahren (den er zum glück ohne folgeschäden überstanden hat). ziemlich genau vor einem jahr starb einer meiner wegbegleiter und sportliches vorbild, 36 jahre alt, lebte gesund und trieb sport... und fällt bei einem familienausflug mit seiner frau und den beiden söhnen einfach tot vom rad. vor 3 monaten hatte der bruder meines freundes einen schweren verkehrsunfall und überlebte nur knapp. ich selbst habe mich im mai mit einer kleinen blöden holzleiste so verletzen können, dass ich hätte sterben können - und dabei hatte ich mehr glück als verstand, dass es nicht passiert ist... ja, der tod ist in unserem leben allgegenwärtig und je älter wir werden (obwohl wir noch keine 30 sind) desto schlimmer wird es...


    wir müssen lernen damit umzugehen. ich habe bis heute keine erklärungen gefunden, warum junge menschen unnötig sterben müssen. weder für direkte leute in meinem umfeld noch solche wie beispielsweise aktuell in norwegen... an schicksal glaube ich nicht, an eine göttliche fügung sowieso nicht. auch wenn es nicht nachvollziehbar ist, manchmal sind es einfach unglückliche fügungen und aus meiner sicht "pech" und "unglück". wir können daran nichts ändern und müssen uns irgendwie arrangieren.


    dabei hilft es uns nicht eigene ängste zu entwickeln. so lange wir nicht vorsätzlich unser eigenes leben gefährden, können wir nichts ändern. es passiert einfach. und auch wenn uns das eigene leben gerne einmal richtig derbe fickt, so ist es unser leben, das wir leben... für das wir verantwortlich sind. wir müssen dabei mit risiken leben und haben bestimmte sachen natürlich vordergründig in den köpfen (autounfälle, busunfälle, etc). rational betrachtet sind diese aber irrsinnig. im normalen täglichen haushalt sterben mehr menschen als bei verkehrsrunfällen... und selbst das sind gerade einmal 0,007% der bevölkerung. das eigene leben ist zu wertvoll, als dass man sich dauernd gedanken machen sollte, wie man selbst abtreten könnte.


    du bist nicht alleine, die aller meisten menschen müssen erleben, wie wichtige personen in einem jungen alter von uns gehen. rede mit ihnen, teile deinen schmerz. mach dich nicht zu verrückt und genieße dein leben, so wie es ist, auch mit all seinen tücken und schwierigkeiten. für uns dreht sich die welt weiter, so schwer wie es fällt. das hat schlechtes aber mehr gutes. niemandem ist geholfen, wenn der ganze scheiß, den wir erleben mussten, uns selbst runter zieht. das schränkt uns ein... und das darf nicht passieren.

    der ganze quatsch begann letzten vorletzten freitag (pfingstwochenende). ich habe mich mit kumpels getroffen und bei einem fußballturnier mitgemacht. dummerweise habe ich mein handy geladen und vergessen. als ich dann gegen 24 uhr halb betrunken daheim war, habe ich viele verpasste anrufe und ein paar sms entdeckt und sie sofort zurück gerufen. ihre mutter kam mit herzrasen und herzythmusstörungen in die klinik. die ärzte glaubten, dass da wohl recht bald eine lungenembolie folgt... und was macht schwiegermutter?! "sie klärt das erst mit ihrem hausarzt und geht jetzt heim" WTF?!? da hier pfingstmontag feiertag war, konnte sie erst dienstag zum hausarzt und der hat ihr natürlich geraten _sofort_ in die klinik zu gehen. aber gut, wenn der dienstag ja schon angefangen hat, geht frau schwiegermutter halt erst am mittwoch... verrückt, aber gut... ist ja nicht mein leben... ab mittwoch folgten 48std dauerkotzen. mittlerweile hat das blutbild "deutliche hinweise" darauf ergeben, dass wohl mit krebs zu rechnen ist. ein herd wurde aber noch nicht gefunden.


    blöderweise ist schwiegermutter aber auch gleichzeitig die "vollzeit-tagesmama" der kleinen. also von montag bis freitag... und aktuell ist die kindesbetreuung von tag zu tag über freunde zu regeln. freundin ist mit der situation vollständig unzufrieden und will die kleine nicht dauernd rumreichen... aber eine notalltagesmutter kommt auch nicht in frage, weil das ja eine "fremde" ist und sie ihr kind niemals einer fremden gibt... sonstige plätze sind unbezahlbar... gut, is nich mein kind, mir also mehr oder weniger latte. für mich eher vollständig unverständlich, dass es keinen plan B gibt - das finde ich absolut unfassbar.


    und nun merkt frau freundin, wie es so ist, wenn man urplötzlich doch alles alleine machen muss. wohnung, waschen, kleine durch die gegend fahren usw... dabei soll ich so weit wie möglich helfen. gut, das sehe ich natürlich ein. nur blöderweise arbeite ich zur zeit halt auch 60-80std pro woche. letzten freitag hatte ich mal wieder eine prüfung - und die geht vor. die woche habe ich von so - fr zusammen 20 std geschlafen, am samstag hatte ich dazu nochmal 8 std schulfest und war vollständig am ende. jedenfalls kam sie auf die idee, dass ich ja samstag einkaufen gehen könnte... worauf ich keinerlei lust hatte... was sie ja nicht tun könnte mit der kleinen, woraufhin ich meinte, dass man von einer 31 jährigen durchaus erwarten kann, dass sie mit ihrem kind einkaufen gehen kann *BÄM*... dann war alarm am telefon (gegen 17 uhr). gegen 20 uhr war ich derart tot, dass ich schon geschlafen habe und per handy geweckt wurde. da fragte sie mich, ob ich noch komme und ich stellte die gegenfrage, ob ich denn kommen soll. jedenfalls blieb es mir überlassen und so müde wie ich war, habe ich mich entschieden daheim zu bleiben. fünf minuten später klingelte das telefon wieder, dass ich in ihren schwersten zeiten nicht für sie da bin und bla und bla und bla... ich verstehe nicht, was so schwer gewesen wäre einfach vorher zu sagen, dass ich kommen kann/soll anstatt ein derartiges drama zu veranstalten.. gut... also gegen 22uhr rüber und dann im 1vs1 richtig los gelegt. ein wort gab das andere und aktuell hat sie ihre schlüssel wieder. kann ich wirklich drauf verzichten auf so einen firlefanz.
    die "für deine freunde bist du immer da tour" kam natürlich auch wieder. ja, die sagen mir halt auch ganz klar was ich tun kann und denen muss ich nicht alles aus der nase ziehen wie bei einem behinderten kind, das zum reden animiert werden muss. schrecklich.

    passt gut. vorgestern hat es so richtig geknallt und ich habe sämtliche freundlichkeit verloren. mir geht es sowas von auf den zeiger das leben anderer leute aufrecht erhalten zu müssen... ist wirklich ein schmaler grat zwischen "für den anderen da sein" und "für den anderen jeden kleinsten scheiß zu erledigen". ich bin jedenfalls explodiert - möglicherweise auch unangemessen, aber dazu stehe ich.

    jo, gespräch war ganz gut. wir haben uns gegenseitig ausgekotzt. nun schauen wir mal, wie jeder von uns beiden an sich arbeiten kann... ist ja alles nicht so einfach. mein charakter hat schließlich 28 jahre gebraucht, um zu werden wie er ist... und das mal eben zu "verbessern" ist ja wahrlich nicht einfach.

    schon getan...

    mann ist unsensibel, uninteressiert und egoistisch... [...] freunde, für die mann "komischerweise immer da ist" [...]


    heute abend treffen wir uns dann nochmal zum reden. mal sehen was da rum kommt.

    Oh Ede, so sind wir nun mal


    und genau das geht mir sowas von gegen den strich. mehr als mir den arsch aufzureißen, kann ich nunmal nicht tun. ich bin kein übermensch und ein zauberer bin ich schonmal gar nicht, aber es scheint ja alle mühe nichts zu nutzen, bzw. genug zu sein 8|

    mensch gehts mir auf den sack. das phänomen frau ist zu großen teilen einfach undurchschaubar. da fragt mann an 28 von 30 tagen im monat, wie es geht und wie der tag war... aber genau an den anderen 2-3 tagen war natürlich irgendwas... und mann ist unsensibel, uninteressiert und egoistisch.. dasselbe gilt beim thema freunde, für die mann "komischerweise immer da ist". dass mann seine freunde höchstens nur 1-2 mal in 14 tagen sieht, ist dabei irrelevant. aber natürlich hätte frau wieder einmal genau an den wenigen tagen wegen krankheit, unwohlsein, stress, streit mit wem anders oder der familie, ärger auf der arbeit oder sonst irgendeinem wichtigen grund den mann gebraucht... klar, einfach mal glücklich und zufrieden sein, ist zuviel verlangt -.-